Beim Raiffeisen Jungunternehmer:innen-Forum am 15. Oktober 2026 in Innsbruck war Hannes Klausner als Speaker auf der Bühne. Sein Thema: Wie junge Unternehmen die richtigen Talente gewinnen, auch ohne großen Namen und ohne HR-Abteilung.
Große gegen Kleine
In Tirol gibt es tausende Arbeitgeber, aber nur eine Handvoll Großbetriebe, die einen beträchtlichen Teil aller Mitarbeitenden beschäftigen. Für junge Unternehmen klingt das nach einem ungleichen Kampf: bekannter Name, Employer-Branding-Budget und HR-Abteilung auf der einen Seite, kein Budget und keine HR-Abteilung auf der anderen. Hannes Klausner drehte diese Sicht in seinem Impuls um. Der scheinbare Nachteil ist ein Vorteil: Wer selbst entscheidet, ist schneller und näher dran als jeder Konzern.
Drei Hebel, die funktionieren
Geh hin. Statt auf Bewerbungen zu warten, lohnt sich die Direktansprache. Eine kurze Videobotschaft wirkt dabei stärker als Text und steigert die Rückmeldequote deutlich.
Sei schneller. Wo große Arbeitgeber wochenlang abstimmen, entscheiden junge Unternehmen in Tagen. Empfehlung: zeitnah zurückmelden, Termine anbieten statt erfragen und Entscheider:innen früh einbinden.
Frag konkret. Beim Netzwerken lohnt sich eine präzise Beschreibung, wen man genau sucht und wofür. Je konkreter, desto besser die Tipps aus dem eigenen Umfeld: von Mitarbeitenden, Kund:innen, Lieferanten und Berufskolleg:innen.
Das Fazit
Am Ende bleibt eine klare Botschaft: Wer selbst entscheidet, ist schneller und näher dran. Junge Unternehmen sollten genau das als Vorteil ausspielen. Geh hin, sei schneller, frag konkret.